Segelflug

Segelflieger bei der Landung

 

Für viele Sportflieger bedeutet ihr Hobby vor allem Entspannung und Genießen. Die andere Variante ist ungleich anspruchsvoller und auch reizvoller.

Es ist die Strecken- und Wettbewerbsfliegerei. Meist fliegen wir von Grube aus Dreieckskurse, das heißt wir umrunden zwei vorher festgelegte Wendepunkte und landen wieder zuhause. Dafür braucht man - neben der absoluten Beherrschung des Flugzeuges - gute Kondition, meteorologische Kenntnisse, taktische Fähigkeiten und ein hohes Maß an Teamgeist. Das können Sie bei uns lernen. Die besten von uns gehen auf Wettbewerbe. Insbesondere unsere Jugendlichen sind auf diesem Gebiet sehr aktiv. Kein Grund zur Sorge, der andere Teil der Segelflieger genießen die Platzrunde und die Sicht auf die Küstengebiete.

Werde Mitglied und hebe ab.  Die Ausbildung der Jugendlichen wird von uns besonders gefördert.

 

Praktische Ausbildung 

Bis zum ersten Alleinflug ist es jedoch ein relativ weiter Weg. Abhängig von Talent und Regelmäßigkeit der Übung benötigt man dafür in der Regel etwa 60 bis 200Schulstarts im Doppelsitzer. Für die Ausbildung stehen im Verein Fluglehrer zur Verfügung, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich dafür sorgen, dass die Flugschüler in die Luft kommen. Ein Großteil unserer Fluglehrer beschäftigen sich jedoch nicht nur in der Freizeit mit der Luftfahrt - viele steuern hauptberuflich größere Flugzeuge für die  Lufthansa ® und andere Fluggesellschaften. Von denen kann man die Fliegerei von der Pike auf lernen! 

Zu Beginn der Ausbildung macht sich der Flugschüler zunächst mit der Steuerung des Flugzeugs vertraut. Von da an lernt er Schritt für Schritt immer komplexere Manöver, bis er schließlich die anspruchsvollsten Flugphasen, Start und Landung, perfekt beherrscht und der Fluglehrer im hinteren Sitz überflüssig wird. Jetzt ist es Zeit für den ersten Alleinflug, auch A-Prüfung genannt.

Sie ist der erste von drei Schritten auf dem Weg zum Segelflugzeugführerschein, der noch vor dem Führerschein erworben werden kann. 

Als nächstes schult der Flugschüler auf einsitze Segelflugzeugmuster um, trainiert bestimmte Manöver sehr sauber zu fliegen und die Landung zu präzisieren - also innerhalb eines sehr kleinen Bereiches das Flugzeug aufzusetzen. Außerdem sammelt man erste Erfahrungen im Thermikflug und muss sich mindestens eine halbe Stunde in der Luft halten.

Erfüllt man diese Bedingungen, ist man reif für die sog. B- bzw. C-Prüfung. 

Bevor man den „Schein" jedoch erwirbt, muss man noch ein Sprechfunkzeugnis bei der Behörde für Telekommunikation ablegen und einen erste Hilfe Lehrgangbesuchen. Daraufhin legt man zunächst die theoretische Prüfung in den Fächern Technik, Meteorologie, Luftrecht, menschliches Leistungsvermögen und Navigation ab. Zur Vorbereitung auf die Prüfungen stehen mittlerweile tolle Pc-Lernprogramme zur Verfügung, die das Lernen erheblich erleichtern. Die zusätzliche Teilnahme an dem interessanten Unterricht bei den Fluglehrern des LSC Condor ist aber trotzdem unerlässlich!

Nach bestandener Prüfung muss man innerhalb eines Jahres eigenständig einen 50 km - Überlandflug planen und durchführen, meist von Grube aus nach Lübeck, Kiel oder Segeberg. Dieser Flug kann auch als 100 Km-Flug mit Fluglehrer dargestellt werden. In unserem Hochleistungs-Doppelsitzer DG 1000 ist die Absolvierung dieses Fluges in der Regel kein großes Problem. Die DG 1000 ist eines der modernsten und leistungsfähigsten Segelflugzeug, die es derzeit am Markt gibt. Sie kann aus 1000m Höhe fast 50 Km weit fliegen, ohne neu Höhe zu tanken!

Theoretische Ausbildung 

In der theoretischen Ausbildung geht es um das theoretische Wissen in folgenden Fächern:

  • Meteorologie
  • Luftrecht
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Aerodynamik
  • Navigation
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Allgemeine technische Luftfahrzeugkunde

Der Theorie Unterricht findet im Selbststudium (Fernkurs) statt.

Voraussetzungen 

Schon mit 14 Jahren darf man mit der Segelflugausbildung beginnen und sich theoretisch allein über Schleswig-Holstein erheben. Bei uns kannst du die Ausbildung auch schon früher beginnen. Dafür benötigst du keine Sondergenehmigung mehr. Die Voraussetzungen betreffen den Erwerb eines Segelflugscheines und müssen nicht mit Beginn der Ausbildung vorliegen:

  • fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis (Klasse 2 ist ausreichend für Segelflug. Zwingend Erforderlich vor dem ersten Alleinflug.) 
  • Bevor du deinen ersten Alleinflug machen kannst musst du min. 14 Jahre alt sein.
  • Den Schein darfst du erst mit min. 16 Jahren erwerben.
  • Zudem muss die Teilnahme an einem Kurs über Lebensrettende Sofortmaßnahmen nachgewiesen werden.
  • Sprechfunkzeugnis (BZF1 oder BZF2)

Prüfung 

Mit den Ausbildungsabschnitten A, B & C hat man die praktischen Voraussetzungen für den LAPL (S)  (Light Aircraft Pilot Licence (Sailplane)) oder SPL (Sailplane Pilot Licence), erfüllt.
Neben der praktischen Prüfung muss vorher parallel zu den einzelnen Teilschritten jeweils ein Theorietest abgelegt werden. Die theoretische Prüfung wird von der Landesluftfahrtbehörde in Schleswig-Holstein abgenommen.
Zum Abschluss der Ausbildung kommt ein Prüfer und überprüft das Können des Flugschülers bei drei gemeinsamen Flügen noch ein letztes Mal.
Ab sofort hält man den LAPL(S) oder SPL in der Hand. Man darf jetzt eigenverantwortlich fliegen, selbstständig Überlandflüge durchführen und auch Passagiere im Doppelsitzer mitnehmen.

Die meisten Segelflieger, schließen dann noch die Ausbildung "TMG" (Umschulung auf den Motorsegler) ab. 

Kosten

Die Kosten für die Ausbildung variieren je nach Talent und Engagement. Sie verteilen sich auf die Dauer der Ausbildung und müssen nicht auf einen Schlag beglichen werden. Vor allem Jugendliche profitieren im LSC Condor von den günstigen Jugendbeiträgen und können sich so ein charakterbildendes Hobby ermöglichen! Nähere Informationen zu den Kosten lassen wir euch gern persönlich bei einem Besuch auf dem Flugplatz Grube zukommen.

Unterschiede der Lizenzen im Segelflug:

SPL

Der ICAO-konforme SPL ist weltweit gültig und verfällt nicht. Um die Rechte der Lizenz ausüben zu dürfen, müssen jedoch in den letzten 24 Monaten fünf Stunden und 15 Starts & Landungen vorgewiesen werden.[2] Das Untersuchungsintervall des Medicals beträgt bis zu einem Alter von 40 Jahren 60 Monate, bis 50 Jahren 24 Monate und über 50 Jahren 12 Monate. Lizenzinhaber des SPL dürfen kommerzielle Flüge anbieten und sich zum Fluglehrer weiterbilden. Die Eintragung von weiteren Startarten und einer TMG Klassenberechtigung ist möglich.

LAPL(S)

Der nicht ICAO-konforme LAPL (S) ist europaweit gültig und verfällt nicht. Um die Rechte der Lizenz ausüben zu dürfen, gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim SPL: In den letzten 24 Monaten fünf Stunden Flugzeit, 15 Starts & Landungen (in jeder eingetragenen Startart mindestens 5) sowie zwei Schulungsflüge mit FI.[2] Das Untersuchungsintervall des Tauglichkeitszeugnisses beträgt bis zu einem Alter von 39 Jahren 60 Monate und ab 40 Jahren 24 Monate. Kommerzielle Flüge sowie die Weiterbildung zum Fluglehrer sind nicht erlaubt. Weitere Startarten und die TMG Klassenberechtigung können in die Lizenz eingetragen werden.

Alle weiteren Infos kannst du hier nach lesen: Deutscher Aeroclub: Bedingungen für die Segelfluglizenz. http://www.daec.de/sportarten/segelflug/fliegen-lernen/segelflieger/ (23.05.2016)

Erweiterungen

direkt zum PPL(A) = vom SPL-TMG zum PPL(A) 
Die Flugausbildung umfasst mindestens:
- 6 Flugstunden, davon mindestens 4 Stunden Flugausbildung mit Fluglehrer
- Einen Allein-Überlandflug von mindestens 150 km (80 NM) mit vollständiger Landung auf einem anderen Flugplatz als dem Startflugplatz

Der Beginn der Ausbildung zur Klassenberechtigung TMG setzt voraus:
- ein Mindestalter des Bewerbers von 16 Jahren
- eine gültige Erlaubnis LAPL(S) oder SPL 

 

Segelflieger Cockpit im Flug